VW Touareg Offroad: Hinterm Asphalt geht es weiter

Von Doris Jessen, geschrieben am 05.11.2018

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VW_Touareg_Offroad_Experience_Web__17_von_36_.jpgWir haben im Mai schon einmal über den im Sommer 2018 gestarteten neuen Touareg berichtet und waren begeistert von der Performance in Sachen Komfort und Fahreigenschaft. Im Oktober stellte das SUV-Flaggschiff des VW Konzerns auf einer Driving Experience im Hohen Atlas Gebirge in Marokko seine Offroad-Fähigkeiten unter Beweis. Sie sind speziell für Anhängerfahrten mit bis zu 3,5 Tonnen schwere Lasten ein Garant für erfolgreiches Durchkommen in jedem Gelände. 

Die Serpentinenschotterstraße schlängelt sich in abenteuerlichen Haarnadelkurven durch das marokkanische Atlas-Gebirge „Halt, halt, das wird rechts zu eng!“ warnt meine Beifahrerin Kira. Also etwas ausweichen, um den spitzen Stein herum, der aus der roten Felswand herausragt. Jetzt wird es vorne links zu knapp. Und dort droht nicht nur ein Stein, sondern es gähnt der Abgrund. Also rückwärts mit dem knapp 4,9 Meter langen Gefährt und die Kurve neu anfahren. Kira, die solcherlei Gelände zum ersten Mal erlebt, atmet hörbar durch. „Ein Glück, dass du fährst, ich bleibe liebe lieber auf der Straße“…

Mit Allradlenkung durch Haarnadelkurven

Die meisten Kurven dieses für uns Nordlichter ungewohnten Terrains können wir aber dank der neuen Allradlenkung des Touareg ohne mehrmaliges Anfahren bewältigen. Denn bis 37 km/h – und wir bewegen uns hier eher im 10 km/h-Bereich - schlagen die Hinterräder automatisch im entgegengesetzten Winkel zu den Vorderrädern ein. Dadurch gewinnen wir beim Rangieren im Vergleich zur normalen Lenkung einen Meter, d.h. anstatt der üblichen 12,19 Meter eines großen SUVs haben wir nur 11,19 Meter Wendekreis, das sind sogar 30 cm weniger als bei seinem „kleinen Bruder“ Tiguan.

Aber es wäre keine „Driving Experience“, zu der VW in den Hohen Atlas eingeladen hat, wenn es nicht noch deutlich spannender würde als in ein paar engen Kurven. Haben wir uns bisher „Onroad-Fahrprofil normal“ bewegt (es gibt außerdem noch „Sport“, „Comfort“, „Eco“, „Snow“ und „Individual“), dürfen wir nun, auf einem 2700 Meter Höhe gelegenen Hochplateau bei Oukaïmeden angekommen, die Gelände-Qualitäten des Touareg mit serienmäßigem 4Motion-Allradantrieb mit seinen vier Offroad-Fahrprofilen auf einem quasi natürlichen Parcours im wahrsten Sinne des Wortes erfahren.

Kein Berg zu steil

Touareg_bergauf.jpgDer Drehregler wird auf „Offroad Schotter“ gestellt, die Luftfederung auf höchstes Niveau und los geht es, steil hinauf – vor uns nur noch die silberne Motorhaube und über uns der strahlend blaue Himmel. Macht aber nichts, bis 60 Prozent Steigung kann er klettern, was man dem 2-Tonnen-Geschoss gar nicht zutraut. Ein bisschen Mut braucht es schon, um jetzt noch beherzt aufs Gaspedal zu treten. Aber sogleich graben sich die Räder mit hörbarem Knirschen durch den lockeren Schotter. Das gefühlt senkrecht steile „Hinab“ zwischen Felsen hindurch und über hohe Steine hinweg (die Bodenfreiheit beträgt im Hochniveau 2 des luftgefederten Modells 25 cm) können wir fast ausschließlich der adaptiven Bergabfahrhilfe überlassen, welche die einmal eingestellte Gewschwindigkeit automatisch hält. .

Sie reagiert auf den jeweiligen Gas- und Bremspedaleinsatz und hält automatisch eine erreichte Geschwindigkeit. 

Brücken - wozu?

VW_Touareg_Offroad_Experience_Web__35_von_36_.jpgNicht, dass sie im zivilisierten Leben regelmäßig vorkämen: Flussdurchfahrten. Aber natürlich soll das Offroad-Paket auch seine amphibischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Die maximale Wattiefe beträgt 55 cm, die allerdings hier, in dem Flüsschen Qued Badja Djdid nahe der Ortschaft Tahannaout nicht erreicht werden. Trotzdem geht es mit Karacho in die Fluten, dass das Wasser rechts und links nur so spritzt. Hei, das ist ein Spaß! Nicht so sehr für die Journalistin, die zu nahe am Geschehen filmt und sich plötzlich unter einer zwei Meter hohen Wasserfontäne frisch geduscht wiederfindet. Macht nix. Wasser und Luft sind warm und die Klamotten schnell wieder trocken.

Offroad-Kraft und Technik: Haben ist besser als brauchen!

Direkt aus Marokko nun zu unserem eigentlichen Thema: Gerade für den Einsatz als Pferdeanhänger-Zugfahrzeug, das schwere Anhänger mit bis zu 3,5 Tonnen bewegen muss, bieten die oben beschriebenen Qualitäten optimale Voraussetzungen. Zwar geht es nur den seltensten Fällen darum, Pferdeanhänger über steile Bergpfade oder durchs Wasser zu schleppen.

Eine zwar auf den ersten Blick trivialere, aber technisch umso anspruchsvollere Herausforderung: Der Pferdeanhänger-Parkplatz, sei es im heimatlichen Stall oder auf dem Turniergelände auf der regen- oder taunassen Weide, die womöglich noch leicht abschüssig liegt und tief ausgefahrene, matschige Kuhlen an der Einfahrt aufweist. Wo selbst höchstmotorisierte Vorderrad- oder Heckantriebler mit durchdrehenden Reifen hoffnungslos versagen, spurt der Touareg dank 600 Newtonmetern Drehmoment auch mit tonnenschwerer Last problemlos durch, weil das 8-Gang-Automatikgetriebe per Wandlerüberbrückungskupplung Antriebsmomente von bis zu 1.000 Nm übertragen kann.

Über den Untergrund müssen wir uns auch keine Sorgen machen, weil der Wagen mit einer ganzen Latte von Schutzsystemen ausgestattet ist, die Unterboden, Kühler, Tank und Batterie gegen Schläge aller Art abschotten.

Selbstredend eignet sich eine derartige Kampfausrüstung auch für Selbstversorger, die schwere Anhänger mit Heu- oder Strohballen von Feldern abtransportieren. Oder für Hobbyjäger, die sich für ihre Leidenschaft auch einmal in unwegsame Alpenregionen vorwagen. Und wenn Futter auf der Ladefläche transportiert werden soll: Bei einer Nutzlast von 780 kg sind das immerhin 39 Säcke.

Komfort und Sicherheit: Luftfederung

Nicht nur im Gelände, sondern auch im Straßeneinsatz bewährt sich die Luftfederung. Damit lässt sich nicht nur die Bodenfreiheit auf stolze 25,5 cm erhöhen, sondern bei schneller Fahrt – die Spitze ist bei 238 km/h erreicht – die Aerodynamik optimieren. Und wenn es ans Beladen geht, senkt sich der Touareg um 4 cm ab. Bequem für den Menschen und/oder hineinspringende kleinere Hunde. Für lange Fahrten garantiert die Federung zudem höchsten Reisekomfort.

Das für SUVs typische Wanken vor allem in Kurven verhindert die neu entwickelte „elektromechanische, aktive Wankstabilisierung“, die im Gegensatz zu rein mechanischen Stabilisatoren die Seitenneigung signifikant verringern. Auf einseitig unebenen Straßen verbessert sich zudem deutlich der Geradeauslauf.

Fazit

Diese Fahrzeugausstattung ist speziell für Reitportler, die oft mit schwerer Last unterwegs sind, nicht einfach nur „nice to have“. Einerseits wird einen das Fahrzeug auch in Extremsituationen nicht im Stich lassen, zum anderen ist die Lebensdauer eines an derlei robuste Geländeeinsätze angepassten Fahrzeuges schlicht länger, weil es eben gerade dafür konstruiert und gebaut ist. Und wer überwiegend auf Asphalt unterwegs ist, genießt den die hervorragenden Fahreigenschaften in einem höchst komfortablen Fahrzeug.

Mehr über die faszinierende „Driving Experience“ in Marokko finden Sie in diesem Video.




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