Mehr Sicherheit in Dämmerung und Dunkelheit

Von Doris Jessen, geschrieben am 05.09.2018

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Reflexartikel_AUfmacher.jpgDie Tage werden kürzer und wenn die Zeitumstellung Ende Oktober erst einmal gelaufen ist,  wird das Ausreiten für Berufstätige zum Wochenendthema. Allerdings gibt es auch viele, die eine kurze Strecke zu einer Halle reiten müssen oder auch einfach Spaß daran haben, durchaus auch im Dunklen zu reiten. Das gilt vor allem für Vollmondnächte, die Ritte gerade in verschneiten Landschaften zu einem romantischen Erlebnis machen. Wichtige Voraussetzung: Die Straßenverkehrssicherheit muss stimmen. Und genau dafür gibt es jede Menge passender reflektierender und leuchtender Produkte: Zum Anziehen für Mensch und Pferd und für die Beleuchtung.

Wer schon einmal im Dunklen geritten ist, wird festgestellt haben, dass sich Pferde viel selbstverständlicher und sicherer bewegen als dies zum Beispiel in der Dämmerung der Fall ist, in der viele Pferde nervös auf jedes Knistern und Knacken reagieren. Das ist auch kein Wunder: Raubtiere jagen vor allem in der Dämmerung.

Gerade weil sie als Fluchttiere darauf angewiesen sind, ihre Feinde möglichst rund um die Uhr rechtzeitig zu erkennen, sehen Pferde im Dunklen deutlich besser als Menschen. Wissenschaftlich wurde nachgewiesen, dass ihre Netzhaut mit dreimal so vielen Rezeptoren ausgestattet ist als bei uns Menschen.

Sicher auf der Straße: Beleuchtung nach STVO

Wer abends oder nachts unterwegs ist, muss sein Pferd mit entsprechenden Leuchten ausrüsten. Genau ist dies in der den Vorschriften der Straßenverkehrsordnung § 17 (1) und § 28 (2) geregelt:

§ 17 Beleuchtung
(1) Während der Dämmerung, bei Dunkelheit oder wenn die Sichtverhältnisse es sonst erfordern, sind die vorgeschriebenen Beleuchtungseinrichtungen zu benutzen.
2. Die Beleuchtungseinrichtungen dürfen nicht verdeckt oder verschmutzt sein.

§ 28 (2)
Wer reitet, Pferde oder Vieh führt oder Vieh treibt, unterliegt sinngemäß den für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen. Zur Beleuchtung müssen mindestens verwendet werden:
1. beim Treiben von Vieh vorn eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht und am Ende eine Leuchte mit rotem Licht,
2.  beim Führen auch nur eines Großtieres oder von Vieh eine nicht blendende Leuchte mit weißem Licht, die auf der linken Seite nach vorn und hinten gut sichtbar mitzuführen ist.

Sicher gesehen werden

HKM_Weste.jpgDie Reitsportartikelhersteller bieten zudem eine breite Auswahl von reflektierenden Produkten, mit der Reiter und Pferde sicher auffallen. Dazu gehören für den Menschen in erster Linie Reflex-Westen wie sie mittlerweile auch im Auto mitgeführt werden müssen. Für diese Warnwesten gibt es die spezielle DIN Norm EN ISO 1150, die für den nicht-professionellen Einsatz geeignet sind. Die Norm besagt, dass die Kleidungsstücke aus einem leuchtenden Hintergrundmaterial und retroreflektierenden Materialien (reflektierende Bänder und Ringe) bestehen müssen, wobei das das Hintergrundmaterial für die gute Erkennbarkeit am Tag sorgt, während die retroreflektierenden Elemente die Sichtbarkeit bei Nacht verbessern.

Waldhausen_Reflexnierendecke.jpgAußerdem bietet das Pferd eine große Oberfläche, die mit grell leuchtenden Decken eingehüllt werden kann. Geeignet sind dazu Nierendecken oder auch ganze Decken aus reflektierenden Stoffen und/oder mit rundum laufenden Reflexstreifen.

Auch Schabracken können aus diesem leuchtenden Material gefertigt sein.

HKM_Reflexstreifen_ueber_Gamasche.jpgWeiter unten – also genau dort, wo die Scheinwerfer eines Autos den Boden ausleuchten, empfehlen sich Reflexgamaschen, leuchtende Bänder oder Hufglocken. Bewegen sich die Beine, wird der Effekt noch deutlicher.






Waldhausen_Blinky.jpgWeitere Leuchtartikel sind zum Beispiel Blinklichter mit Schalter und Clip (hier von Waldhausen), die einfach an der Kleidung oder Satteldecke befestigt werden können. Das Licht ist aus rund 300 Metern Entfernung sichtbar. Die mitgelieferten Batterien halten ca. 100 Stunden Blinkdauer.




Waldhausen_Helmleuchte.jpgKopflampen, wie sie auch von Joggern genutzt werden, sind im Leuchtwinkel mehrfach verstellbar und können mit einem Kopfband auch über dem Helm befestigt werden. Der Stromverbrauch ist aufgrund der modernen LED-Technologie sehr gering.Das Modell kommt ebenfalls von Waldhausen)




Waldhausen-Stiefellampe_1.jpgSinnvoll sind auch weiß-rote Lampen, die sowohl am Stiefel oder Arm befestigt werden. Dauerhaftes Leuchten oder Intervallblinken in gelb und rot lässt den Reiter auf große Entfernung  auffallen. Die zwei Batterien der "Super Safety Sicherheitsleuchte" von Waldhausen mit 1,5 Volt sind allerdings nicht im Lieferumfang enthalten.

Wer mehr über Kopflampen und Caps mit integrierten LEDs erfahren will, wird hier fündig.






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